Historisch dokumentiert ist, dass das Coburger Gebiet im 9. Jahrhundert in ein verzweigtes Pfarreien- Netz eingebunden war. Die damaligen Pfarrei-Grenzen haben sich an den vorhandenen Verwaltungsbezirken orientiert.
So umfasste die die „Pfarrei Fechheim“ am Ende des Mittelalters ein Gebiet von Seidmannsdorf (im Westen) bis Gestungshausen (im Osten), Ebersdorf b.C. (im Süden) und Judenbach (im Norden).
1529 gehörten 25 Filialgemeinden zur Pfarrei Fechheim
Nach dem zweiten Weltkrieg kommt der Neustadter Ortsteil Fürth am Berg zur Kirchengemeinde Fechheim, da durch die Teilung Deutschlands die Mupperger Kirchengemeinde unerreichbar wird; wenige Jahre später lässt sich Wörlsdorf nach vielen Jahrhunderten nach Hassenberg umpfarren.
1971 gründet der damalige Pfarrer Gerhardt die erste kirchliche Gruppe: den Frauenkreis, 1980 wurde zum ersten Mal ein Gemeindefest gefeiert.
Bis heute prägend für die Kirchengemeinde ist die Zeit mit der tansanischen Pfarr-Familie Mbwilo, die in Mittelwasungen von 1987 – 1991 lebte. Aus dieser Zeit stammt die immer noch sehr lebendige Partnerschaftsarbeit mit der Gemeinde Matamba in Tansania (FEMA) unter der Federführung von Heidrun Mücke aus Mittelwasungen.
Die „Wende“ 1989 mit der Öffnung der Grenze zwischen Mupperg und Fürth am Berg (erstmals am 2.12.1989) wurde mit einem bewegenden gemeinsamen Gottesdienst am ersten Advent 1989 kirchliche gefeiert. Bis heute wird der Weltgebetstag gemeinsam mit den Muppergern begangen.
Prägend für die Struktur der Kirchengemeinde Fechheim ist die Verteilung der Gemeindeglieder auf insgesamt 14 Dörfer und die Zugehörigkeit zu drei verschiedenen Kommunen:
Oberwasungen und Bieberbach gehören nach Sonnefeld, Blumenrod nach Rödental, alle anderen Ortsteile (Aicha, Mittelwasungen, Unterwasungen, Plesten, Fürth am Berg, Horb, Birkig, Wellmersdorf, Kemmaten, Boderndorf, Fechheim) gehören zur Stadt Neustadt b.C.